<blockquote cite="#commentbody-21418">
<strong><a href="#comment-21418" rel="nofollow">Sarah Z. </a> :</strong><p>Wer Wissenschaft als statisch und unfehlbar ansieht, irrt sich.
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Und der Bär scheißt in den Wald und der Papst ist katholisch. Es ist ja genau das Wesen der Wissenschaft als Methode, nicht statisch zu sein, sondern eben Wissen zu erweitern.
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Sie ist – wie die Geschichte gezeigt hat – oft nur ein Übergangsergebnis.<br />Die Homöopathie hat sich mittlerweile seit Jahrhunderten bewährt.
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Und - tadaaa - hier ist er schon, der Fehlschluss. Nur weil die Wissenschaft das Wissen erweitert, manchmal auch ändert, heißt das noch lange nicht, dass alles beliebig wäre.
Eine neues Erklärungsmodell wird erst dann zur anerkannten Theorie, wenn sie die alten, gut belegten ebenso mit abdeckt. Einsteins RT hätte keine Chancen gehabt, hätte sie behauptet, Äpfel fallen nach oben.
Hahnemanns Idee, Gleiches mit Gleichem heilen zu wollen hat Charme gehabt vor 200 Jahren, heute ist sie maximal medizihistorisch interessant. Der Herr Hahnemann zu seiner Zeit mit dem damaligen Wissenstand mag noch als Unikum durchgehen, wer aber heute, nach 200 Jahren enormen Wissenszugewinn immer noch meint, eine Vergiftung könne man z.B. durch Gabe des Verdünnten Giftes kurieren, aber dann auch nur, wenn man nicht im Liegen liest und auch nicht onaniert, der dürfte ein kleines Realitätsproblem haben.
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Aktuelles Beispiel: Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhardt leitete eine Gynäkologische Ambulanz an der Univ. Klinik Heidelberg, die vor allem Hilfe bei “Kinderwunsch” anbot. Mit so großem Erfolg, dass Frau G. einen europäischen Preis erhielt.<br />
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Es ist offensichtlich, dass gerade hier sehr viel psychologische Momente hineinspielen, das geht auch ohne Voodoo-Kügelchen.
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Prof. Dr. Dr. Heinrich SChipperges, früher Leiter des Insituts für Medizin-Geschichte an der Uni Heidelberg, schrieb seine Habilschrift über Hildegard von Bingen und veröffentlichte eine Reihe von Arbeiten , darunter auch über Paracelsus.
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Das ist schön für ihn. Paracelsus wird mit seinem Satz ja auch heute noch geschätzt, weil er stimmt. Nur sollte auch Dir auffallen, dass zwischen "Die Dosis macht das Gift" und "die geringe Dosis macht die Heilung" ein doch nicht unerheblicher Unterschied besteht.
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<p>Die Inquisitoren aus dem Mittelalter sind heute zu Scheuklappenträgern mutiert.</p></blockquote>
Fehlt noch Skakespeare, damit Du der uralten, bewährten Phrasendreschung gerecht wirst.
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